Deshalb verlassen deine Nutzer schnell deine Webseite – Bounce Rate senken

Du hast eine tolle Webseite erstellt, die allen Kriterien zur Trafficgewinnung entspricht und merkst, dass die Nutzer sich diese nur maximal 10 Sekunden lang anschauen und dann wieder verschwinden. In diesem Fall muss die Webseite anhand der folgender unten aufgeführter Punkte nochmal analysiert werden. Durch die folgenden Maßnahmen kannst du deine Bounce Rate senken.
Das große Ziel jeder Webseite ist, dass die Besucher sich möglichst lange auf der Webseite aufhalten und dass die Absprungrate minimiert wird. Es ist deshalb so wichtig, weil Webseiten mit längeren Verweildauern von Google besser gerankt werden. Abgesehen davon sollte deine Priorität die User Experience auf der Webseite und dadurch erhöhte Interaktionen sein und um das zu erreichen, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt und Inhalte optimiert werden.

1. Durch relevanten Content Bounce Rate senken

Wenn du dich an die Vorschriften einer Webseitenerstellung gehalten hast, so hast du höchstwahrscheinlich deine Inhalte nach bestimmten Keywords orientiert. Das ist richtig so, allerdings gibt es viele Webseiten, die ausgewählte Keywords einbauen, ohne die dazu gehörigen Inhalte bereitzustellen. Sie zielen meistens nur darauf ab diese Keywords abzudecken, um Aufmerksamkeit für ihre Webseite zu generieren. Das ist ein gravierender Fehler! Zwar gewinnst du User für deine Webseite, jedoch lässt du sie gleich im Stich und sie sind enttäuscht, weil sie die gesuchten Informationen nicht gefunden haben. Damit so etwas nicht passiert musst du die Intention deiner Zielgruppe bei der Inhaltsplanung verstehen und miteinbeziehen. Achte dabei besonders darauf, dass die Ergebnisse relevant und qualitativ hochwertig sind und mit den Keywords harmonieren.

2. Die Webseite funktioniert mangelhaft auf mobilen Geräten

Heutzutage sollte die mobile Optimierung nicht unterschätzt werden, denn Google überprüft sorgfältig ob die mobile Empfänglichkeit einer Webseite gewährleistet ist. Außerdem nimmt die mobile Nutzung immer mehr zu, mittlerweile rufen mehr als 50% aller User die Seiten auf ihrem Smartphone auf. Es lohnt sich wirklich genug Energie und Ressourcen in eine mobile Optimierung deiner Webseite zu investieren, da laut Google 61% der Nutzer aufgrund einer schlechten Nutzererfahrung nicht wiederkehren. Wenn du wissen möchtest ob deine Webseite mobilfreundlich gestaltet ist, orientiere dich an dieser Checkliste:
– Die Webseite hat ein responsives Design, das bedeutet sie passt sich automatisch an die Größe des Bildschirms an
– Die Bedienung ist einfach und benutzerfreundlich, Inhalte sind übersichtlich gegliedert und groß genug dargestellt
– Schnelle Ladegeschwindigkeit ist gewährleistet
Falls ein Punkt fehlt oder unzureichend umgesetzt wurde, so solltest du das schnell nachholen. Denk dran, je leichter deine Inhalte auf dem Smartphone konsumiert werden können, desto länger werden die Nutzer auf deiner Seite verweilen und mit dem Content interagieren.

3. Die Handlungsaufforderungen (Call to Actions) sind nicht eindeutig

Das ist leider ein weitverbreiteter Fehler und führt oftmals dazu, dass die Interaktionsdauer verkürzt wird und es gar nicht erst zu einem Kaufvorgang kommt. Der Ursprung liegt darin, dass die User nicht erkennen, was die Call-To-Action sind oder dass diese klein und unauffällig abgebildet werden. Du solltest immer das Ziel vor Augen haben, dass deine Nutzer schnellst möglich zum Handeln animiert werden nachdem sie auf deiner Webseite landen. Um das zu erreichen, sollte der CTA-Button sich farblich und räumlich von den restlichen Informationen abheben und einem direkt ins Auge springen. Außerdem sollte damit eine eindeutige und zielführende Aufforderung vermittelt werden, die dem User schnell erklärt, was hier zu tun ist. Es ist Fakt, dass verwirrte Webseitenbesucher schnell wieder die Webseite verlassen, bevor sie sich überhaupt richtig umgeschaut haben. Durch eine starke CTA kannst du deine Bounce Rate senken.

4. Deine Webseite ist zu kompliziert gestaltet

Die nicht nutzerfreundliche Gestaltung einer Webseite ist eine weitere Ursache weshalb deine Webseite schnell verlassen wird. Mehr ist nicht immer unbedingt besser. Oftmals wird das Design nach eigenen individuellen Bedürfnissen umgesetzt, anstatt sich an den Bedürfnissen der eigenen Kunden zu orientieren. Deine Webseite wirkt unübersichtlich, macht die User nervös und schreckt sie ab. Aus dem Grunde solltest du dich an einem minimalistischen Ansatz orientieren und die Voraussetzungen schaffen, dass die Nutzer sich sofort zurechtfinden können. Im Fokus sollte dabei ein starkes Wertversprechen stehen, welches die Nutzer abholt und klar kommuniziert was zu erwarten ist. Das beste praktische Beispiel ist Apple: die Webseite ist klar und übersichtlich und alle wichtigen Informationen sind direkt erkennbar. Das Design ist ausbalanciert und hilft dem Nutzer seine Kaufentscheidung überlegt und gelassen zu treffen.

5. Die Ladezeiten sind zu lang

Die Ladegeschwindigkeit darf nicht vernachlässigt werden, insbesondere wenn es um Kundengewinnung geht, musst du die Bounce Rate senken. Lange Wartezeiten sind nervig, denn User sind es mittlerweile gewohnt, dass Websites unmittelbar reagieren. Die Optimierung der Ladezeit ist also sinnvoll, wenn du eine positive User Experience erreichen willst. Auch Google achtet auf die Schnelligkeit der Webseiten und nutzt dies als eines der Rankingfaktoren. Du kannst also nur punkten, wenn deine Seite technisch richtig ausgestattet ist und trotz einer hohen Datenauslastung weiterhin eine rapide Ladegeschwindigkeit aufweist.

6. Deine Webseite enthält zu viel Werbung

Werbung ist ein unbestrittenes Tool zur Finanzierung vieler Webseiten, allerdings nur wenn es smart und dosiert eingesetzt wird. Die Anzeigen müssen themenrelevant sein und die den User nicht durch zahlreiche Pop-Ups vom eigentlichen Content der Webseite ablenken. Mit einem Überangebot von Werbung bereitest du deinen Usern ein unangenehmes Nutzererlebnis und das wirkt sich im Endeffekt kontraproduktiv auf deine Webseite aus. Auch Google geht streng gegen übertriebene Einblendung von Werbung vor, sodass Webseiten mit zu viel Werbung in unmittelbar sichtbaren Bereichen bestraft werden. Daher solltest du vorsichtig sein, wenn du dir langfristigen Erfolg für deine Webseite wünschst. Facebook setzt die Einbeziehung von Werbung wunderbar um, sie ist nicht aufdringlich und störend und passt sich den Interessen und Vorlieben der User an. Wenn du es schaffst, durch passende Anzeigen deinen Nutzern einen Mehrwert zu bieten, so wird dieses System bei dir auch funktionieren.

7. Deine Webseite ist zu sachlich/förmlich

Das mag auf den ersten Blick irreführend klingen, was damit ausgedruckt werden soll ist, dass viele Webseiten zu wenig Interaktionsmöglichkeiten für User bereitstellen. Sie schenken dem Aspekt der „digitalen Gastfreundlichkeit“ nicht die nötige Aufmerksamkeit und verlieren dadurch potenzielle Käufer/Kunden. Auch wenn deine Webseite keine Dienstleistung oder ein Produkt anbietet, solltest du trotzdem mit deinen Besuchern so umgehen, als ob sie vor dir stehen würden. Animiere sie dazu, sich durch Kommentarfunktionen aktiv zu beteiligen, frage sie nach ihrer Meinung und binde sie in Prozesse ein. Dadurch wirst du es schaffen, dass die User sich wohl und geschätzt fühlen und Treue aufbauen.

Fazit
Sobald du merkst, dass die durchschnittliche Sitzungsdauer auf deiner Webseite nicht eingehalten wird und du die Bounce Rate senken willst, solltest du dich auf die Suche nach möglichen Ursachen begeben. Vielleicht liegt es an dem mangelhaften Design der Webseite für mobile Endgeräte oder schlicht und ergreifend an den langen nervigen Ladezeiten. Wenn du den Grund identifiziert und behoben hast, wird eine erhöhte Besucherrate nicht auf sich warten lassen.

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